Besonders ansprechend war allerdings der Freitag, noch vor der Jazztime, da man sich mit großer Beteiligung am Hindenburgplatz getroffen hatte. Nach dem dort der Bierkonsum auf normal Null getrieben wurde, ging es zum "Fäkalo", der Ort an dem ich die schlechteste Currywurst diesseits des Colorado Rivers mir solang wie es ging einverleibte. Man muss ja einfach erwähnen, dass die Currywurstkultur in Teilen Hildesheims schlichtweg nicht existiert.
Erstaunlich fand ich schon die Tatsache, dass "Currywurst" nur in Kombination mit Pommes zu bestellen war, hier wird schon keine Rücksicht auf die wahren Gourmets genommen, die auf
geschmacklose mit Currysauce durchtränke Fritten verzichten möchten.
Nachdem ich also die Extra-allein-sonder Currywurst vordern musste, wurde mir ein Preis von
3Euro für eine Currywurst geboten, was mir bei einem Currywurst-Pommes-Preis von 3,60Euro leicht raffgierig vorkam und mich schließlich dazu trieb die größte meiner Stärken,
die Menschenkenntnis und die Sprachbegabung nutzen zu müssen, um den Preis auf immer noch extraorbitante 2,50€ zu drücken.
Schließlich begann man dann die lang ersehnte Currywurst zuzubereiten, oder zumindest zu versuchen, irgendwas mit ihr zu veranstalten, bevor man sie verkaufte. Dies folgte diesem Schema:
1.Schneide die Currywurst entzwei.
2.Werfe sie zusammen mit Pommes, die jemand anderes bestellt hat, in die Friteuse(WTF?).
3.Zerteile sie in Achtel.
4.Verfrachte sie in eine Plastik(WTF?)-box.
5.Hau alles an alter Sauce drauf, was du irgendwie findest, was irgendwie nach Currysauce aus sieht.
Das Lokal hat nun den Namen Fäkalo, der aus einem Versprecher von Matze bereits im Vorfeld dieser Aktion entstand, eingebrannt.
Dass die Wurst die des Teufels war erkennt man auch an Bild 2, auf dem eindeutig das Antlitz des Bösen zu sehen ist.
Das würde ich als einen gelungenen Abend bezeichnen, was man in Hildesheim allerdings auch behaupten konnte.
Die nächsten Tage sahen recht ähnlich aus: tagsüber gelernt und ruhige Familienatmosphäre genossen und Nachmittags bis Nachts der Jazztime in Hildesheim beigewohnt.
Soviel dazu... endlich mal wieder geblogt.
Bald gibts nen Eintrag zum Thema: "Die Dinger im Bus, die einem immer in die Eier hauen", wenn ich Zeit dazu finde, den zu schreiben, bis denn.
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